Die Zukunft der “Erneuerbaren”

Die Solaranlage ist eigentlich ein alter Hut. Seit dem “Erneuerbare-Energien-Gesetz” im Jahr 2000, gehören Solardächer zum vertrauten Landschaftsbild. Doch ist das die Zukunft der Erneuerbaren? Nicht wirklich. Spätestens seit der Energiekrise geht es um mehr, als um ein paar Cent Einspeisevergütung. Es geht um echtes Energiesparen, Umweltbewusstsein, und es geht um Selbstbestimmung. Werde zum Stromrebellen. Denn als Stromrebell bist du dein eigener Stromproduzent, und gleichzeitig aktiver Umweltschützer.

Nur: Wie geht das? Mit Solarmodulen auf dem Dach? Leider ist es nicht ganz so einfach.

Die “Tragödie der Erneuerbaren”

Wusstest du, dass jedes Jahr in Deutschland mehr als 6 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien “abgeregelt” werden? Das heißt nichts anderes, als dass diese unvorstellbare Energiemenge schlicht und einfach vernichtet wird. Warum? Weil erneuerbare Energien nur in sehr engen Grenzen speicherbar sind. Alles was nicht sofort verbraucht wird, muss “abgeregelt” – also vernichtet werden. Wohlgemerkt: Wir reden hier über die unfassbare Energiemenge von 6.000.000.000 Kilowattstunden (6 Milliarden kWh), was dem Jahresstromverbrauch von 1,7 Millionen Haushalten entspricht.

Schuld daran sind Politik und Energiekonzerne, die seit vielen Jahren eine echte Energiewende verhindern. Schleppender Netzausbau, Lobbyismus, und ausufernde Bürokratie – all das hat uns in eine Sackgasse manövriert. Die energiepolitischen Folgen des Ukrainekonflikts sind nicht Ursache der Energiekrise, sondern Symptom einer fehlgeleiteten Energiepolitik. Der Bürger soll nun die Rechnung für diese jahrelange Misswirtschaft bezahlen.

Ein realistisches Beispiel

Stell dir vor, du errichtest eine Solaranlage auf dem Dach deines Einfamilienhauses. Du möchtest Energie sparen und auch der Umwelt helfen. Du informierst dich, kommunizierst, holst Angebote ein. Du entscheidest dich für den Klassiker – eine On-Grid Einspeiseanlage. Denn das ist es, zu dem dir geraten wird von Politik, Behörden, Solar-Lobby und Community. Und so sieht die Energiewende mit deiner neuen Solaranlage aus:

  • Du hast die Solaranlage gekauft, und je nach Anlage zwischen 15 – 25 Tausend Euro investiert. Oder du hast einen tollen Null Euro Leasingvertrag geschlossen, und zahlst je nach Anlage zwischen 15 – 25 Tausend Euro in 20 Jahren ab.
  • Weil der Anbieter “knapp kalkuliert”, hat Deine Anlage entweder keinen Speicher, oder nur einen sehr kleinen Speicher von nicht mehr als 5 kWh
  • Du bewohnst eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus, deshalb hast du eine PV-Anlage mit – sagen wir 6 kWp . Damit erzeugst im Jahr etwa 6000 kWh Solarstrom.
  • Aufgrund der technischen Einschränkungen deiner Solaranlage wirst du nur einen geringen Anteil Eigenverbrauch haben – den größten Teil der Solarenergie – etwa 5000 kWh – speist du ins Netz ein.
  • Du erhältst aktuell 8,2 Cent pro kWh (*2) – kommst also pro Jahr auf ca. 410 € Einspeisevergütung.
  • Nehmen wir an, dass du einen “guten” Deal gemacht hast- die PV-Anlage war mit ca. 17.000 € vergleichsweise günstig. Rechnen wir den Eigenverbrauchsanteil mit ein, hat sich die Anlage “schon” nach 20 Jahren amortisiert. Ein gutes Geschäft? Nicht wirklich. Aber schauen wir uns die Öko Bilanz an – vielleicht steht es damit besser?
  • Du speist pro Jahr 5000 kWh Solarenergie ein. Hilft das der Umwelt? Denken wir an die 6 Milliarden Kilowattstunden, die jedes Jahr vernichtet werden. Der Grund ist: Es gibt zu wenig Speicher im Stromnetz. So wie bei deiner eigenen Solaranlage – genau das ist ja der Grund, weshalb du ins Netz einspeist. Denn bei schönem Wetter speisen sämtliche On-Grid-Anlagen gleichzeitig ins öffentliche Netz ein. Das Resultat ist: Deine eingespeiste grüne Energie wird “abgeregelt” – also vernichtet. Hilft das der Umwelt? Vermutlich nicht.

Das Beispiel zeigt: Für kleine PV-Anlagen fürs Eigenheim ist Einspeisen wirtschaftlich unrentabel. Um die Ökobilanz steht es nicht besser. Echte Energiewende sieht anders aus. Spätestens seit der Energiekrise geht es um mehr, als um ein paar Cent Einspeisevergütung. Das Einspeisemodell ist Vergangenheit. Willkommen in der Gegenwart.

Eigenverbrauch ist das neue Einspeisen

Noch vor wenigen Jahren war es in der Tat so, dass Eigenverbrauch sich nicht gerechnet hat. Nicht nur wegen der damals niedrigen Strompreise und der hohen Vergütung, sondern auch aus technischen Gründen. PV-Anlagen für den Eigenverbrauch sind technisch anspruchsvoll. Insbesondere Solarspeicher ist für eigenverbrauchsgeeignete Anlagen unverzichtbar – war aber bisher unverhältnismäßig teuer. Die Technik hat sich jedoch weiterentwickelt. Solarmodule und Speicher sind effizienter – und insbesondere Solarspeicher ist deutlich günstiger als noch vor 2 Jahren.

Fakt ist: Eigenverbrauch lohnt sich, und der Schlüssel zu echtem Energiesparen ist die “Inselanlage“. Denn was früher die Ausnahme war, ist heute die Regel: Off-Grid Inselanlagen für den Eigenbedarf. Daneben bieten solche Anlagen eine Reihe weiterer Vorteile: Zum Beispiel liefern sie auch im Falle eines Blackouts weiter Strom, und können ohne Anmeldung und ohne Genehmigung errichtet werden.

Jedoch: PV-Anlagen für den Eigenverbrauch sind technisch anspruchsvoll, und benötigen ausreichend Solarspeicher. Wichtig ist die korrekte Dimensionierung aller Komponenten. Wie das geht, erfährst du im Beitrag “Inselanlage mit Netzunterstützung“.

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Viel Hintergrundwissen zum Thema findest du in unserem Solarbringer-Wiki. Vielleicht gefallen dir auch die folgenden Beiträge:

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